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Reisehinweise > Georgien
 
Georgien - Hinweise zur Sicherheit auf Reisen, Reisehinweise, Kriminalität. Diese Angaben erfolgen und Gewähr! Kontaktieren Sie ggf. direkt das Auswärtige Amt für weitere Informationen!
 
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Reise- und Sicherheitsinformationen

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 15.10.2008

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Von nicht erforderlichen Reisen nach Georgien wird abgeraten. Ist eine Rückkehr aus beruflichen Gründen erforderlich, wird aufgrund der weiterhin unsicheren Sicherheitslage in der Umgebung der Konfliktgebiete um Beachtung der nachfolgenden Hinweise gebeten. In den von den russischen Truppenteilen zeitweilig besetzten Landesteilen besteht teilweise noch erhöhte Minengefahr.

Trotz Einstellung der Kampfhandlungen und während laufender Bemühungen zur Umsetzung des ausgehandelten Waffenstillstandes kann es in der näheren Umgebung der Konfliktgebiete Abchasien und Südossetien vereinzelt immer noch zu Zwischenfällen kommen. In Südossetien, in Abchasien und auch in der Umgebung der eigentlichen Konfliktgebiete ist die Lage weiterhin angespannt und teilweise immer noch unübersichtlich. Die öffentliche Sicherheit ist in diesen Landesteilen nicht hinreichend gewährleistet. Die russischen Streitkräfte haben sich in die Konfliktgebiete zurückgezogen. Die Situation kann sich jederzeit ändern. Informieren Sie sich daher auch über die lokalen Medien.

Es besteht immer noch eine erhöhte Gefahr durch Minen und nicht explodierte Munition in Gebieten, die während des Krieges von Kampfhandlungen betroffen oder von russischen Truppenteilen nach dem Ende der Kampfhandlungen kontrolliert wurden.

Von Nachtfahrten wird aus Sicherheitsgründen ausdrücklich abgeraten.

Die Deutsche Lufthansa AG hat den Flugverkehr von und nach Tiflis wieder aufgenommen.

Regionale Konflikte

In Georgien gibt es seit Beginn der 1990er Jahre zwei ungelöste regionale Konflikte in Abchasien und Südossetien.

• Abchasien: Die Autonome Republik Abchasien in Nordwest-Georgien gehört völkerrechtlich weiter zu Georgien, steht seit 1993 aber nicht mehr unter dem Einfluss der georgischen Regierung. Die Sicherheitslage in diesem Landesteil ist seitdem prekär. Es kommt zu bewaffneten Zwischenfällen. In mehreren Teilen des Landes liegen ferner teils nicht gekennzeichnete Minenfelder. Abchasien ist grundsätzlich für den internationalen Reiseverkehr gesperrt; die Ein- und Ausreise ist weder über die russische Nordgrenze noch über die Waffenstillstandslinie entlang des Enguri-Flusses möglich. Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass die Einreise über die russisch-abchasisch/georgische Grenze (z. B. Grenzübergang Psou) nach Georgien von den georgischen Behörden als illegaler Grenzübertritt behandelt wird. Bei anschließender Weiterreise über die Waffenstillstandslinie am Enguri-Fluss in benachbarte georgische Landesteile bzw. beim Ausreiseversuch über reguläre georgische Grenzübergänge drohen daher Festnahme und Strafverfahren. Auch bei späteren Reisen nach Georgien droht die Verweigerung der Einreise, sollte sich aus dem Pass ergeben, dass zuvor auf illegalem Wege nach Abchasien/ Georgien eingereist wurde. Vor Reisen nach Abchasien wird ausdrücklich gewarnt.

• Oberes Kodorital: Die Lage in diesem Teil Abchasiens, der bis zum Beginn der Kampfhandlungen noch unter georgischer Kontrolle stand, ist zur Zeit unübersichtlich.

• Swanetien: Die einzige Zugangsstraße führt nahe Abchasiens durch Sugdidi. Von Reisen nach Swanetien wird abgeraten.

• Südossetien: In Südossetien wurden die Kampfhandlungen eingestellt. Die Lage ist aber immer noch unübersichtlich. Es finden immer noch Zwischenfälle statt. Ausdrücklich gewarnt wird daher vor allen Reisen nach Südossetien und in die unmittelbare Nähe der Konfliktregion. Gegen die Nutzung der Hauptverbindungsstraße zwischen Ost und West (M1) bestehen hingegen keine Bedenken.

Kriminalität

Grundsätzlich gilt in allen größeren Städten Georgiens, dass die gleichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen sind, die auch in Metropolen anderswo angewandt werden.

In Tiflis besteht eine erhöhte Sicherheitsgefährdung durch Raubüberfälle, nicht selten auch unter brutaler Gewaltanwendung selbst auf belebten Straßen. Eine besondere Aufmerksamkeit empfiehlt sich insbesondere auch für die von Ausländern bevorzugten Stadtviertel wie Wake, Wera und Saburtalo sowie Parks und Naherholungsgebiete (z. B. Schildkrötensee). Reisende sollten sich bei Dunkelheit nach Möglichkeit nicht alleine auf der Straße aufhalten und auf eine angemessene Sicherung ihrer Unterkünfte achten. Einsame Strecken sind unbedingt zu meiden, ebenso das Tragen von auffälligem Schmuck oder teuren Uhren.

Straßenverkehr

Die schlechten Straßenverhältnisse und die von in Deutschland gängigen Verkehrsgewohnheiten abweichende, teilweise aggressive Fahrweise bringen erhöhte Unfallgefahren im Straßenverkehr mit sich.

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